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Nichts ist so irreführend und falsch wie Gemeinplätze. Einer davon will, dass die drei Bienen auf der Flagge des napoleonischen Elbas anwesend, die Arbeitsamkeit der drei Bezirke darstellen sollen, in die die Insel geografisch und verwaltungsmäßig seit Anfang des neunzehnten Jahrhunderts unterteilt war. In Wirklichkeit hatte der schlaue Korse versucht, die Lilie, Symbol des französischen Königshauses, mit seiner „Biene“, zu ersetzten , vorher und ohne an das elbanische Exil zu denken. Aber ein Glaube, wie falsch auch, entsteht immer aus einer darin enthaltenen Wahrheit und hier in San Piero, wenn man seinen Blick zwischen dem Berg und dem Meer wendet, spürt man beim Anblick: erstens, die Insel Elba muss seit Jahrtausenden von notwendigerweise arbeitsamen Personen bewohnt gewesen sein, die sich jeden Brotkrümel der zu Tisch gebracht wurde mit Schweiß erarbeitet hatten; zweitens, die wenigen Minuten mit dem Auto, die man heutzutage auf einer schönen Panoramastraße von Portoferraio nach San Piero abfahren kann und noch mehr gilt das für diejenigen, die von den Zentren vom Osten Elbas mit Bergbau wie Capoliveri und Rio Marina herkommen würden, bis vor 70/80 Jahren muss das von den Elbaner wie eine abenteuerliche Reise in eine entfernte und unterschiedliche Welt wahrgenommen worden sein.

Versteckter Schatz

WenKirche von San Piero auf der Insel Elban sie in San Piero ankommen stelle ich mir vor, dass sie sofort zum schönsten Aussichtspunkt zusteuern, das heißt hinter der „alten Kirche“, heute San Niccolò. Wir sind gerade mal zweihundert Meter oberhalb des Strandes von Marina di Campo, den man von dieser Perspektive aus kaum wahrnimmt, bedeckt wie es von einer überstürzten Urbanisierung ist. Für unzählige Jahrhunderte sind auf dieser günstig gelegenen Sandfläche Seefahrer gelandet, die vom ganzen Mittelmeer kamen, nicht immer mit guten Absichten. Es ist nicht zufällig, dass diese strategisch günstige Anhöhe auf der sich San Piero in Campo erhebt, in römischer Zeit Glaukus gewidmet gewesen sein sollte, dem Beschützer der Seeleute. Es überrascht auch nicht, dass auf diesem schönen Aussichtsplatz, mit florentinischem Tonfliesen gepflastert mit einfachen aber schönen Bänken aus örtlichem Granit und der eine äußerst besondere romanische Kirche beherbergt, ein Tempel, eben Glaukus gewidmet, gebaut wurde: wir wissen, dass es Brauch war in der christlichen Kultur, über die Tempel der antiken „falschen und verlogenen“ Götter, wie Dante in der Komödie sagen wird, zu bauen. Genau diese Kirche, in der ersten Hälfte des 1.100 gebaut, stellt ein authentisches Schmuckstück des romanischen Stils dar, da es eine der seltenen italienischen Kirchen aus dieser Zeit mit zwei gleich großen Kirchenschiffen ist, ursprünglich San Piero und San Paolo gewidmet: ein Schiff jeweils und ohne jede evorzugung! Seine Lokalisierung, besonders verletzlich bei Angriffen und Belagerungen von Seiten der Piraten, die schon immer die Küsten des ittelmeers geplagt haben, legte ein paar Jahrhunderte später nahe, sie in zwei mächtige Bastionen einzuverleiben. Sie wurde entartet in Kirche und Festung zusammen, die beiden Apsiden gemauert, ein Drittel des Originalbaus geopfert um einen militärisch nützlichen Platz zu gewinnen und so nahm die Kirche von San Piero und Paolo die seltsame vieleckige Form an, die sie noch heutzutage beibehält. Das Innere der Kirche, trotz der offensichtlichen Doppelträchtigkeit, wie die Fresken aus dem fünfzehntem Jahrhundert und der Höhenunterschied zwischen der Laufebene und Säulen, in der strengen Einfachheit der ländlichen Romanik, die wir in der Umgebung von Volterra wiederfinden, strahlt eine lebendige Spiritualität aus und viel kräftiger als die Bastionen, die sie beschützen.

Auch die Heiligen ändern ihre Adresse

Wie es mit den Dingen der Welt passiert, es wandelt sich alles und Ende des XVII Jahrhunderts verlor die „alte Kirche“ ihreMosaik der Kirche von San Piero auf der Insel Elba beiden Heiligen, offensichtlich zu bedeutend um immer noch in dieser entblößten und unstabilen Kirche zu wohnen; sie wurden in die neue Kirche im Dorf überführt, mit mehr Komfort und absolut frei von der Kraft und der Faszination, die man noch heute in der romanischen einfach spüren kann, die einem niedrigerem Heiligen, eben San Niccolò, gewidmet wurde. Wir müssen aber mehr als eine Lanze für die aktuelle Pfarrkirche von San Pietro und Paolo brechen.Es handelt sich sicher um kein üppiges und schwülstiges Barock, aber es bewahrt eine gute Einfachheit, bescheiden und äußerst würdevoll und wenn auch der mittelalterlichen Schmucklosigkeit entzogen, bewahrt sie eine Nüchternheit, die schon immer dieses schöne Dorf und seine Einwohner unterscheidet. Und dann stellt sich die Fassade der Kirche wie der architektonische und soziale Bauchnabel dar, Zentrum einer Piazza, die unsere ganze Beachtung verdient. Vorausgesetzt dass wir im Herzen eines Berges aus Granit sind ist alles aus Granit, die Häuser selbst sind über das harte Gestein gebaut worden und jedes Baudetail verweist an das gefleckte Muttergestein. So ist der Dorfplatz ein naives und gut gelungenes soziales Amphitheater des Ortes, jede Gasse mündet in der Tat auf seinen Treppen, die alle in der Perspektive des Kirchenplatzes zusammenlaufen. Die Einwohner von San Piero sind aktive Menschen und während des Sommers veranlassen sie, diese kleine und bezaubernde Piazza zu beleben mit dem richtigen Gleichgewicht zwischen Lebhaftigkeit und Nüchternheit, das die Atmosphäre verlangt.

 

Guelfi, Ghibellinen und mehr

Es wird seltsam erscheinen, aber der kleine Ort ist in vier Stadtteile unterteilt (ein Brauch, der in höchstem Grad in die Toskana gebracht wurde,wo man noch heutzutage in Siena den Polio durchführt und ich versichere ihnen, dass es sich überhaupt nicht um Folklore handelt!), natürlich sind die Häuser nur wenige Dutzend Meter voneinander entfernt und sie können sie auch ohne Hilfe von einem Fremdenführer besuchen, da es sich nur darum handelt, durch die wenigen schmalen Gassen des Dorfes durchzugehen. An einigen Stellen wird die Anwesenheit von antiken Gemäuer nicht entgehen, das von den Häusern überhängt: es sind die Reste der Verteidigungsmauer, die in neuere Bauten einverleibt wurde. Vom Tor des Ortes bis zur „alten Kirche“ werden es weniger als dreihundert Meter sein und sie sind verbunden mit zwei Häuserreihen in gerader Linie mit schönen Portalen aus Granit, während man dagegen kurz vor dem Tor, links, einen robusten Palazzo bemerken wird mit einem großen Wappen oberhalb des Türsturzes: es ist der „Palazzo“, der im XV und XVI Jahrhundert, wie man in den Chroniken eines örtlichen Geschichtsforschers lesen kann, „alle Bücher sammelte, die das Interesse der Gemeinde“ betraf. Und so hatte auch San Piero seinen Regierungspalast, wo, wenn dieses Kapitell aus Granit auf der anderen Seite der Treppe der, wie man erzählt, Pranger sei, an dem die Könige ausgestellt wurden offensichtlich auch die Justiz ausübte. Zum Schluss, aber nicht weil es von geringerer Wichtigkeit wäre, mache ich darauf ausmerksam, dass es seit 2014, neben der alten Kirche, sich ein Schmuckstück von Mineralienmuseum befindet mit den elegantesten Turmalinen, die sie auf der ganzen Welt sehen werden können. Dort hat man in der Tat eine prächtige Sammlung von Mineralien der Pegmatite des Monte Capanne zusammengetragen, von denen San Piero das geologischemineralogische Epizentrum bildet. Aber ich will mich nicht weiter auslassen, da das Museum, wie das System der Pegmatite und die Morphogenese des Granits, einen Platz für sich verdienen. Ich erkläre offen, dass es meine Absicht ist, mich den„Ratschlägen für Touristen“ zu widersetzten, wo normalerweise diese kleinen Bergdörfer der Insel Elba als nebensächliche Ausflüge zu einem Badetag empfohlen werden.

San Piero auf Insel Elba

 





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