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Die Meinungen was den Strand von Marina die Campo angeht teilen sich in zwei gleichmäßige und gegensätzliche Kategorien: Liebe und Abstoßung.
Da muss man sich auf Anhieb fragen wie es möglich sein kann, nicht von diesem schönen Strand angezogen zu sein, der größte der Insel, mit hellem, leuchtendem Sand, nicht zu fein und nicht zu gross mit vielen kleinen und glänzenden Quarzkristallen. Das Meer ist dazu fast immer klar und einladend, auch während der Wintertage, sofern er von ein paar Sonnenstrahlen gesegnet wird. Auch die landschaftliche Umgebung ist fabelhaft, in der Tat ist der Strand der am besten geschützte Teil eines weiten Golfes der in der Ferne von dem unverwechselbaren Umriss der Insel von Montecristo dominiert wird, die sich klar mitten im Meer erhebt wie eine Fabel ohne Zeit.

Von oben gesehen oder von einem der beiden Felsvorsprünge, die ihn umfassen, scheint der Strand vollständig von einem üppigen Grün des Mittelmeers umgeben zu sein. Um es sich an nichts fehlen zu lassen, erheben sich auf den beiden Hügeln zwischen dem Berg und dem Strand mit natürlicher Harmonie zwei kleine und reizende Bergorte, San Piero und Sant’Ilario, die man unbedingt besuchen sollte. Der westliche Teil unseres Strandes endet mit dem Ort von Marina di Campo und seinem malerischen kleinen Hafen mit einem antiken runden Turm, recht romantisch und unzugänglich.

Wer nur ein bisschen Kenntnis von natürlichen Landschaften und Geologie versteht sofort, dass wir uns in Gegenwart von einem besonders geschätztem Strand befinden, nicht nur wegen seiner ungewöhnlichen Länge, einzigartig für eine kleine Mittelmeerinsel, sondern vor allem für die Qualität des Sandes aus dem er besteht, der direkt durch die Erosion des Bergmassivs an seinem Rücken entsteht, das über tausend Meter des Monte Capanne erhebt, ein Berg, der ganz aus besonders hellem Granit besteht. Wir befinden uns auch in dem Gebiet wo die größte Ebene der Insel Elba auf das Meer trifft, nicht umsonst ist hier der Flughafen gebaut worden. So hat eine ganze Reihe von natürlichen Umständen dazu beigetragen, dieses Monument der Mutter Erde zu formen, durch das wir Menschen uns so natürlich angezogen fühlen, dass wir lange Reisen unternehmen und uns finanziell verfügbar zeigen nur um eine Zeit im Kontakt mit dem Licht und der zarten Schönheit von diesem erlesenen Streifen unseres Planeten zu verbringen. Ich unterstreiche das Adjektiv „erlesen“, da ich glaube, dass aus dieser Eigenschaft die Ablehnung eines wertvollen Schmuckstückes wie dem Strand von Marina di Campo entstehen kann.

Es ist wahr, dass die Natur gerade hier eine herrliche und sanfte Umgebung geschaffen hat, aber die Menschen scheinen schon immer eher an ihrer Ausbeutung interessiert gewesen zu sein als an ihrer Betrachtung. Vielleicht hat gerade dieser widersprüchliche Aspekt, nicht immer bewusst wahrgenommen, eine unverständliche Spaltung geschaffen. So tauchen  gegenüber der Anmut des Strandes und dem Landesinneren die Einzelheiten auf, die wir im Urlaub widersprüchlicherweise nicht sehen wollen: Überfüllung zu Hauptzeiten, höhere Preise für Wohnungen gegenüber anderen Orten von Elba, zahlreiche trotzdem immer ungenügende Parkplätze, eine auf den Strand gierige  Bauwirtschaft und andere peinliche Situationen, die wir alle, mit den schönsten Ferienorten verknüpft, kennen.

Ich glaube, dass sich nach diesen Betrachtungen das Urteil über Marina di Campo  gleich aufteilt in diejenigen, die die Bequemlichkeit des am besten organisierten Ferienortes der Insel vorziehen und es undenkbar finden, den Urlaub in einem anderen Teil der Insel zu verbringen und diejenigen, die die „Bequemlichkeit“  der gut ausgerüsteten Badeorten nur schlecht vertragen, Bequemlichkeiten die auch einiges, nennen wir es Missbehagen einschließen, welches wir eben angedeutet haben und es vorziehen, andere Strände zu wählen. Glücklicherweise für die Wirtschaft von Elba ist die Insel groß genug um zahlreiche Alternativen von guter Qualität anzubieten und mitunter auch von größtem Wert.

Ich persönlich finde nichts seltsames in dieser Problematik, sie spiegelt eine weit verbreitete Bedingung der Modernität wieder, die man besonders im touristischen Umfeld spürt, wo jeder unberührte Orte besuchen möchte und gleichzeitig alle gewohnten Bequemlichkeiten wiederfinden möchte, nichts Neues unter der Sonne, da die Ambivalenz und oft auch die Vieldeutigkeit menschlich ist.

 

Graziano Rinaldi

 





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