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Kurzer Ausflug in eine verzauberte Landschaft. Grandioses Panorama, wunderbare Natur und mehrere Jahrtausende alte archäologische Reste.

 

Dauer: 3 Stunden Hin- und Rückweg, wenn man vom Ende der asphaltierten Straße losgeht ist eine Stunde weniger einzurechnen
Höhenunterschied: 110 Meter vom Ende der asphaltierten Straße an, von der Landstraße ab 220 Meter
Beginn: entlang der Landstraße, genau oberhalb der Strandes von Cavoli, biegt man in die Straße Bollecaldaie ein ( ausgeschildert an der Straße).

Das erste Stück von 600 Metern ist steil ansteigend auf einer asphaltierten Straße, die man auch mit dem Auto befahren kann. Nachdem man an der Residenz „Le Formiche“ vorbeigekommen ist, geht es weiter bis zum Ende der asphaltierten Straße und man parkt in der Nähe einer Privatwohnung, wo auch der wahre und richtige Weg anfängt, ausführlich ausgeschildert mit Holzschildern.

Bevor man den Weg beginnt, empfehle ich nachdrücklich eine kleinen Umweg von nicht mehr als 300 Metern, um La Nave (das Schiff) zu besuchen. Ein halb bearbeiteter Block aus Granit, wahrscheinlich aus der Zeit der Pisaner (Seerepublik, vor einem Jahrtausend!), er war wahrscheinlich für einen Brunnen bestimmt, aber aus einem unbekanntem Grund blieb er unvollendet. Er befindet sich am Ende eines breiten nicht asphaltierten Weges, ausgeschildert am Ende der asphaltierten Straße. In der Nähe kann man eine kleine Brücke aus Granit sehen, die halb zerstört ist: das ist unlängst passiert, es handelt sich um die Überschwemmung, die 2001 über die Insel hereingebrochen ist. Auch wenn der Weg nur kurz ist, rate ich doch davon ab, ihn im Hochsommer zu begehen, da er nach Süden ausgerichtet ist und sehr wenig hohen Bewuchs hat: es handelt sich um das sonnigste und wärmste Gebiet der Insel, nicht von ungefähr befindet sich dort in der Nähe der kleine Ort Seccheto…(secco= trocken)

Der Bewuchs, den man dort findet ist der typische, der in einem trockenen Klima nach einem großem Feuer vor etwa 20 Jahren nachwächst: Unkräuter und duftende Büsche der Gariga und der Mittelmeer- Macchia, vom wilden Lavendel, zur Baumheide, Zystrosen, Dornenginster bis zu einigen jungen Pflanzen der Steineiche. Aber was sofort offensichtlich ist durch die gepflasterten Wege und die Trockensteinmauern, ist die Tatsache, dass es bis vor nicht allzu langer Zeit eine Art von Anbau gab, vor allem Reben, aber nicht nur.

Obgleich der erste Eindruck der von einer extrem trockenen Umgebung ist, der Fels auf dem man sich bewegt, der Granit, der einzige geologische Protagonist in diesem Gebiet der Insel Elba, fließen doch hier und dort kleine saisonbedingte Bäche, die die Elbaner zu Recht „Gräben“ nennen. Diese Rinnsale sollten jedoch nicht unterschätzt werden, da sie über zahllose Jahrhunderte hinweg die Lebensvenen einer Wirtschaft zur Sicherung des Lebensunterhaltes waren. Als Zeuge dieser Realität erblickt man noch heute, wenig oberhalb unseres Weges die Umrisse einer alten Mühle mit Wasser (Moncione), die bis in die ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts in Betrieb war.

Mein Rat ist, bei diesen Bächlein zu rasten, um das Geräusch des Wassers, wenn es welches gibt, zu hören und die eigenartigen Laubfrösche zu beobachten, die hier leben und sich fortpflanzen. Eigenartig, da sie im Unterschied zu anderen Laubfröschen der Insel Elba nicht die typischen grell grüne Haut haben, sondern sich gräulich mit kleinen grünen Flecken zeigen.

Offensichtlich hat die Theorie von Darwin von der natürlichen Auslese der Art hier eine konkrete Anwendung gefunden: das Gelände, auf dem sich die sympathischen Frösche bewegen ist aus Granit, also von grauer Farbe, also viel besser getarnt vor den Augen der Raubtiere als das auffallende Grün, mit dem sie sich normalerweise zur Schau stellen. Auch wenn Sie einen großen Teil Ihres Ausfluges mit ruhiger Betrachtung dieser kleinen archaischen Welt verbringen, möchte ich Ihnen bestätigen, dass Sie Ihre Zeit gut verbracht haben.

Der Protagonist unseres Ausfluges, das haben sie verstanden, ist der Granit. Dieses Gestein beherrscht unzweifelhaft die Landschaft  und unser Interesse wird zu einigen Gerätschaften gehen, wegen denen es sich lohnt, sich in Bewegung zu setzen. Der erste, den Sie nach etwa 40 Minuten nach Beginn (des Weges) treffen ist eine Höhle, zur Hälfte natürlich, die andere Hälfte von Menschen gebaut. In Wahrheit ist es eine Art großer Pilz aus Granit, ein Fels um den herum Steine angehäuft wurden, wie man es bei den Trockensteinmauern macht. Das Ergebnis ist ein Unterschlupf von etwa 5/6 Metern Länge mit einem spektakulärem“Meeresblick“. Wer diesen eigenartigen „Iglu“ gebaut hat, hat zwischen der Überdeckung des Pilzfelsen, wie ein natürliches Dach, und den unten aufgehäuften Steinen eine Öffnung gelassen. Das ist nicht das Maximum an Komfort, aber die Aussicht ist unvergleichlich.

Etwa 100 Meter von dem Unterschlupf entfernt, und wahrscheinlich eigens dafür gebaut, gut ausgeschildert mit Holzschildern, befindet sich die antike Grube von Granitsäulen, von denen noch ein paar dort daliegen, halb entworfen, es scheint vor etwa tausend Jahren, wie fossile Rippen eines gigantischen prähistorischen Tieres.

Sie werden es überraschend finden, dass die Seerepublik Pisa und lange davor ( II. Jahrhundert v. Chr.) das imperiale Rom Arbeiter in eine so abgelegene Gegend geschickt haben um sich Säulen aus Granit zu beschaffen, dennoch können Sie in diesem Bereich von Elba heute noch kleine Granitabbaustätten besuchen, die aktiv sind…. seit mindestens 2000 Jahren.

Da Sie sich etwa 300 Meter über dem Meeresspiegel befinden, das von dort aus recht problematisch zu Fuß zu erreichen scheint, stellen Sie sich vor mit Säulen, die ein paar Tonnen wiegen. Deswegen werden sie die Art und Weise des Transportes dieser Waren interessant finden, von dem Ort des Abbaus äußerst panoramisch, aber recht weit entfernt vom Ort der Verladung, der offensichtlich Cavoli war. Der „Abstieg“ geschah mit großen „Schlitten“ aus Holz, die mit starken Tauen und starken Armen kontrolliert wurden. Auch das Verladen des Granits musste mit gewissenhafter Gewandtheit ausgeführt werden, bei rauer See durften sich die schweren Blöcke nicht bewegen, da sonst die Schiffe durch den Durchbruch des Laderaums gesunken wären, wie viele Schiffswracks von römischen und pisanischen Schiffen im Meer des toskanischen Archipels  bezeugen.

Wenn man auf dem gleichen Weg wieder zurück geht, man kann aber auch in verschiedene Wege nach San Piero und nach Vallebuia einbiegen, kann man fürein paar dutzend Meter einen Umweg machenum die Überreste eines antiken Mühlsteins zu sehen. Er ist gut mit einem Holzschild ausgeschildert, er befindet sich in der Nähe einer Ruine eines alten Bauernhauses. Der Anblick von diesem rudimentalem Mühlstein lässt einen an die Einfachheit einer Wirtschaft denken, die Erbe einer Kultur ist, die ihre Wurzeln im Mythos vergräbt und die ihre Eigenheiten bewahrt hat bis zu den Toren unseres Jahrhunderts.

 





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